Die fünf wichtigsten Dinge, um das erste Buch zu schreiben: meine Liste

Startup Stock Photos

Nachdem ich als Kind die Knickerbockerbande und Harry Potter verschlungen hatte, spielte ich erstmals mit dem Gedanken, Autorin zu werden. Und mit diesem Gedanken glaube ich nicht allein zu sein. Hand aufs Herz: Hast du nicht auch schon einmal davon geträumt, dein eigenes Buch zu schreiben? Im Laufe meines Schreibprozesses musste ich leider feststellen, dass die ganze Sache nicht so einfach ist wie in meiner Vorstellung. Aber es ist möglich! Schließlich habe auch ich nach fünf Jahren, endlich meinen Debütroman veröffentlicht.

Hier ist meine Liste von den fünf Dingen, die für mich am wichtigsten waren, um mein erstes Buch zu verfassen.

Zündende Idee

Die Idee zu meinem Buch in seinem ganzen Umfang ist natürlich nicht plötzlich vom Himmel gefallen, aber ich hatte eine kleine Inspiration bei einem Spaziergang an einem nahe gelegenen Fluss in meinem Heimatort. Dort entstand grob die Idee zu meinem Protagonisten David White, das Schicksal, das ihm im ersten Kapitel ereilt, sowie die Idee zu einem Kultur- und Völkerkrieg und einer nicht ganz so einfach gestrickten Liebesgeschichte.

Dickes Fell

Als ich zum ersten Mal Leuten von meinem Vorhaben erzählte, ein Buch zu schreiben, gab es natürlich einige, die das begrüßten, aber mindestens ebenso viele, die mich belächelten. Zu Beginn war ich daher auch „vorsichtig“, wem ich mein Vorhaben anvertraute. Spätestens als mein Buchprojekt sich langsam dem Ende entgegen neigte und ich mich für Selfpublishing entschied, merkte ich allerdings, dass ich aus meinem stillen Kämmerchen herauskommen und voll und ganz hinter meinem Buch stehen muss. Da kommt ein dickes Fell ganz gelegen.

„Push-Umfeld“

Ab und an brauchte ich sie aber doch: die Menschen, die mich pushten, mich motivierten, das, was ich ein „Push-Umfeld“ nenne. Zumeist waren es die engsten Freunde, manchmal aber auch Menschen, die ich irgendwo auf meinen Reisen getroffen habe, wie etwa in Hostels oder beim Couchsurfen. Dort traf ich oftmals auf Gleichgesinnte, Menschen, die ebenfalls an ihre Träume glaubten und den Versuch wagten, diese zu verwirklichen, unabhängig davon, wie diese Träume aussahen. Womöglich würde man diese Menschen auch in zahlreichen Buchcommunitys und Internetforen finden, doch habe ich leider erst relativ spät damit begonnen, mich über diese Dinge zu informieren.

Zeit

Ich möchte die Stunden nicht zählen, in denen ich nur auf dem Liegestuhl lag oder aus dem Fenster sah und vor mich hin träumte, vom Schreiben und von den vielen Überarbeitungen ganz zu schweigen. Mit einem 40 Stunden Job, einer Familie oder vielerlei anderen Verpflichtungen wäre das zugegebenermaßen etwas schwieriger gewesen. Aber selbst ich, als Studentin, hatte so meine Probleme mit der Zeit. Zwar traue ich mich zu behaupten, dass mein Sozialleben nicht gelitten hat und mein Studium – jedenfalls in den ersten Jahren – auch nicht, doch musste beispielsweise ein möglicher Sommerjob seit meinem 18. Lebensjahr immer meinem Buchprojekt weichen. Darüber hinaus muss man bedenken, dass ich fünf Jahre lang an meinem Buch schrieb.

Durchhaltevermögen

Es gibt so viele Leute, die ein Buch schreiben.“ Diesen Satz habe ich im Laufe meines Lebens immer wieder gehört, und in gewisser Weise wird er auch stimmen. Doch glaube ich, dass noch mehr Leute davon träumen, ein Buch zu schreiben, aber die meisten nicht bis zum Ende durchhalten, auch wenn ihre Idee vielleicht Harry Potter Konkurrenz machen könnte. Und genau deswegen glaube ich, dass Durchhaltevermögen das Wichtigste in meiner Liste der fünf Dinge ist, die nötig sind, um das erste Buch zu schreiben. Natürlich bereitet es mir Freude, zu träumen und meinen Fantasien Leben einzuhauchen, doch kostet es ebenso viel Überwindung, mich immer wieder an einen Schreibtisch zu setzen, von dem ich nicht weiß, ob er jemals Früchte tragen wird.

(Beinahe) am Ende meines Beitrags möchte ich noch kurz auf einen meiner Lieblingsartikel hinweisen, der sich darum dreht, wie man seine Ziele erreichen kann. Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen ist dabei auch in gewisser Weise ein Thema. Achtung: der Artikel ist auf Englisch. You probably know to ask yourself, “What do I want?” Here’s a way better question

Und zum Schluss: Für all diejenigen, die ebenfalls planen, ihr erstes Buch zu schreiben. Halte durch ;)! Du schaffst das!

Hinterlassen Sie einen Kommentar